UNSERE HOFGESCHICHTE IM Oktober

Eine tierische Verbindung

Der norddeutsche „Jithof“ und sein Alpen-Braunvieh

Zwischen Bremen und Hamburg liegt der „Jithof“, der schon seit zwölf Generationen von der Bauernfamilie Tipke bewirtschaft wird. Seit mehr als fünfzehn Jahren macht Klaus Tipke hier auch Hofkäse – und zwar aus der hofeigenen Milch der sechzig Braunviehkühe, die er liebevoll „seine Rohstofflieferanten“ nennt. Die Braunviehkühe sind keine „waschechten“ Niedersachsen, sondern eigentlich in den Alpenregionen zu Hause. Aber weil sich ihre Milch besonders gut zum Käsemachen eignet und die Tiere, so Annette Alpers-Tipke „besonders nett“ sind, haben sie hier in der norddeutschen Tiefebene ein wunderbares Zuhause gefunden. Familie Tipke liegt das Wohlergehen ihrer Vierbeiner sehr am Herzen – schließlich geben nur glückliche Kühe auch gute Milch! So werden die Tiere selbstverständlich artgerecht gehalten, dürfen im Sommer auf die Weide und haben für den Winter einen hellen, luftigen Boxen-Laufstall.

„Jithof“ ist plattdeutsch und bedeutet ursprünglich „Weideplatz für Ziegen“ – das haben die Tipkes ganz wörtlich genommen und 2012 eine Ziegenherde angeschafft, aus deren Milch sie mittlerweile auch köstlichen Ziegen-Hofkäse machen.

Insgesamt werden auf dem Hof mehr als 20 verschieden Käsesorten hergestellt – vom milden „Jithofer Butterkäse“, auch „Kinderkäse“ genannt, bis zum „Hamburger Pfeffersack“ mit grünem und buntem Pfeffer, von dem mit der goldenen VHM-Käseharfe prämierten „Jitcamper“, einem nussigen Bergkäse, bis zum mit Wildblumen verfeinerten „Jithofer Blumenkäse“.

Die Milch für die feinen Hofkäse fließt vom Melken direkt in den Käsekessel. Sie wird vor dem Käsen thermisiert, also kurzzeitig schonend erhitzt und dann auf 32 Grad eingestellt. Anschließend wird die Käsekultur – das sind Milchsäurebakterien, die für den richtigen Geschmack sorgen – und Naturlab dazugegeben. Konservierungs-, Farb- oder Geschmacksstoffe haben bei Hofkäser Tipke nichts verloren – seine Käse sind alles „Unikate“, handwerklich hergestellt und von Hand während der oft mehrmonatigen Reifezeit mehrmals wöchentlich gewendet, gewaschen und gebürstet. Die Käse werden im eigenen Hofladen, im „rollenden“ Käseladen auf Wochenmärkten, über befreundete Hofläden und den Fachhandel verkauft.

Damit ihre Kunden auch einmal sehen können, wie ihre Lieblingskäse produziert werden, laden Klaus und Annette Tipke im Sommer gerne zum „Käsefrühstück“ auf ihren Hof ein. Da gibt es Gelegenheit, Käserei und Ställe zu besichtigen, bei einem Vortrag mehr über die Kunst des Käsemachens zu erfahren und anschließend ganz gemütlich bei einem feinen Frühstücksbuffet alle „Jithofer“-Käsespezialitäten zu genießen!

Jithofer Käserei

Jithof, 21698 Bargstedt

Tel.: 04164 – 6479
Fax: 04164 – 1218

info@jithofer-kaeserei.de
www.jithofer-kaeserei.de

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