Milchhandwerk
Hofkäse
Handwerklicher Käse
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Käsetuch

Einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug in der Käserei

Unter dem Begriff "Käseleinen" verstehen heute viele einen halbtransparenten, gebleichten, unbedruckten Vorhangstoff. Das verwendete Leinengarn ist von Natur aus uneben und verleiht dem Stoff damit einen rustikalen Charakter. "Käseleinen" bezeichnet damit eine Machart, nicht mehr den Verwendungszweck.


Tatsächlich verwenden handwerkliche Betriebe auch heute noch Käsetücher, um den Käsebruch mit traditionellen Methoden aus dem Käsekessel zu holen. Das Tuch wird über das sogenannte "Bögli" gespannt und dann vorsichtig durch den Kessel gezogen. Der Bruch sammelt sich in dem Tuch.


Die Käse werden so Laib für Laib aus dem Kessel heraus und in die Käseformen hinein gebracht.

Der Käsebruch ruht in dem Tuch. Durch die relativ großen Lücken in dem Gewebe kann die Molke (Käsewasser) austreten - zurück bleibt der feste Käse.


Pro Käseleib werden mindestens 2 Tücher benötigt, die im Wechsel immer wieder durch den Kessel gezogen, gepresst, ausgewaschen und ausgetauscht werden.

Heute werden die Tücher zunehmend aus Baumwolle hergestellt.


Je nach Sorte reift der Käse mit oder ohne Tuch im Käsekeller, bis er den gewünschten Geschmack gebildet hat.

Bilder: Hofkäserei Heggelbach

www.hofkaese.de 28. April 2022